onkoderm-Wissenschaftspreis 2025 an Prof. Dr. med. Lucie Heinzerling verliehen

onkoderm-Wissenschaftspreis 2025 an Prof. Dr. med. Lucie Heinzerling verliehen
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onkoderm-Wissenschaftspreis 2025 an Prof. Dr. med. Lucie Heinzerling verliehen

Auszeichnung für herausragende Forschung zu Hauttoxizitäten unter innovativer Immuntherapie beim metastasierten uvealen Melanom

München, 28.01.2026 – onkoderm e.V. hat den onkoderm-Wissenschaftspreis 2025 an Frau Prof. Dr. med. Lucie Heinzerling, MPH, verliehen. Die Auszeichnung würdigt ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung klinischer und pathologischer Merkmale von Hauttoxizitäten im Zusammenhang mit Tebentafusp, einem T-Zell-Rezeptor-basierten Immuntherapeutikum zur Behandlung des metastasierten uvealen Melanoms.

Prof. Heinzerling ist eine international anerkannte Expertin auf dem Gebiet der Dermato-Onkologie und leitet am LMU Klinikum München unter anderem das Hautkrebszentrum. In ihrer ausgezeichneten Arbeit hat sie wegweisend zur Charakterisierung, Einordnung und zum besseren Verständnis der unter Tebentafusp auftretenden kutanen Nebenwirkungen beigetragen. Diese Erkenntnisse sind von großer klinischer Bedeutung, da sie helfen, immunvermittelte Hautreaktionen besser zu diagnostizieren, einzuordnen und zielgerichtet zu behandeln – und damit die Sicherheit und Therapietreue bei einer hochinnovativen, aber komplexen Tumortherapie zu verbessern.

Der Preis wurde von Prof. Dr. med. Hjalmar Kurzen, Erster Vorsitzender des onkoderm e.V., überreicht.

Laudatio von Prof. Dr. med. Hjalmar Kurzen, Freising, zur Preisverleihung:

Für die Arbeit „Clinical and Pathological Characterization of Tebentafusp-
Associated Skin Toxicity A Cohort Study with 33 Patients“ von Frau Prof. Lucie Heinzerling:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist mir eine große Freude und Ehre, heute eine Arbeit auszuzeichnen, die nicht nur durch ihre klinische Relevanz, sondern auch durch methodische Sorgfalt und translationalen Tiefgang beeindruckt.

Die Studie mit dem Titel „Clinical and Pathological Characterization of Tebentafusp-Associated Skin Toxicity“, veröffentlicht am 30. August 2024 im renommierten Journal of the American Academy of Dermatology, stammt aus der Zusammenarbeit zweier exzellenter universitätsmedizinischer Standorte in Deutschland: der LMU München und der FAU Erlangen-Nürnberg.

Die Autorengruppe widmet sich einem bislang kaum systematisch aufgearbeiteten Thema – der kutanen Toxizität unter Tebentafusp, einem innovativen ImmTAC-T-Zell-Rezeptor-Therapeutikum, das für die Behandlung des metastasierten uvealen Melanoms zugelassen wurde. In einer sorgfältig dokumentierten Kohorte von 33 Patientinnen und Patienten gelingt es den Forschenden, ein differenziertes klinisch-pathologisches Profil der Hautreaktionen unter Tebentafusp zu beschreiben. Dabei wird deutlich: Die Toxizität ist nicht nur häufig – sie ist auch vielgestaltig und reicht von urtikariellen Eruptionen über makulopapulöse Exantheme bis hin zu lichenoiden oder sogar bullösen Manifestationen. Eine Besonderheit der Arbeit ist die Integration histopathologischer Befunde mit klinischer Dynamik und Therapieansprechen, was für die praktische Steuerung onkologischer Therapien außerordentlich wertvoll ist.

Gerade in Zeiten, in denen die Immun- und T-Zell-Therapien mit immer neuen Substanzen Einzug in den klinischen Alltag finden, braucht es dermatologische Kompetenz – und genau solche Arbeiten, die dermatologisch-onkologische Exzellenz mit onkologischer Innovation verbinden.
Die vorliegende Studie ist nicht nur die erste systematische Darstellung der Tebentafusp-
assoziierten Hautnebenwirkungen weltweit – sie bietet auch eine praxisrelevante Orientierung für behandelnde Dermatologinnen und Dermatologen, Onkologinnen und Onkologen und Pathologinnen und Pathologen gleichermaßen.

Für diese wissenschaftliche Leistung möchten wir die Autorin heute ehren.
Bitte nehmen Sie diesen Preis als Anerkennung für eine exzellente dermatologisch-onkologische Publikation – und als Ermutigung, auf diesem wichtigen Weg weiterzugehen.

Herzlichen Glückwunsch!
onkoderm-Wissenschaftspreis 2025
Die prämierte Publikation analysiert systematisch die klinischen und histopathologischen Charakteristika der unter Tebentafusp auftretenden Hautreaktionen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Wirkmechanismen und Nebenwirkungsprofile dieser neuen Substanzklasse.
Mit dem onkoderm-Wissenschaftspreis würdigt der onkoderm e.V. jährlich herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Dermato-Onkologie, die sich durch besondere Innovationskraft und klinische Relevanz auszeichnen.

Weiterführende Informationen:
Profil von Prof. Heinzerling am LMU Klinikum:

https://www.lmu-klinikum.de/dermatologie/fach-und-arztinfo/ambulanzen/hautkrebszentrum/72638a753b645ee0

Originalpublikation:

https://epub.ub.uni-muenchen.de/125321/1/1-s2.0-S0190962224027415-main.pdf

Kontakt:

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presse@onkoderm.de
Ansprechpartner: Klaus M. Hartgens

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