Rückschau Pressebericht 11. onkoderm-SkinCancerAcademy 2026

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Pressebericht zur 11. onkoderm-SkinCancerAcademy 2026

Dermatologie im Wandel: Fachfortbildung verbindet Prävention, KI, Longevity und Rechtssicherheit

Bonn, 2. September 2026 – Von konsequentem Lichtschutz über künstliche Intelligenz in der Hautkrebsdiagnostik bis hin zu Longevity-Interventionen und rechtlichen Herausforderungen in der Dermato-Onkologie: Eine hochkarätig besetzte Online-Fortbildungsveranstaltung für Fachärztinnen und Fachärzte für Dermatologie widmete sich am Mittwoch, 2. September 2026, aktuellen Entwicklungen und praxisrelevanten Zukunftsfragen des Fachgebiets. Die wissenschaftliche Leitung dieser Online-Fortbildung lag bei Prof. Dr. med. Uwe Reinhold, Bonn.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der unmittelbare Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die dermatologische Facharztpraxis. Das Programm spannte dabei bewusst einen weiten Bogen – von Prävention und moderner Versorgung über innovative diagnostische Technologien und neue medizinische Konzepte bis hin zu Fragen der Patienten- und Rechtssicherheit.

Lichtschutzberatung als zentrale Aufgabe der Prävention

Den wissenschaftlichen Auftakt gestaltete um 17:15 Uhr Dr. med. Hanspeter Prieur, Duisburg, mit seinem Vortrag „Praktische Aspekte der Lichtschutzberatung“. Im Fokus standen Fragen, die Dermatologinnen und Dermatologen täglich in der Praxis beschäftigen: Wie lässt sich wirksamer Lichtschutz verständlich vermitteln? Welche Maßnahmen sind für unterschiedliche Patientengruppen sinnvoll? Und wie kann die Beratung so gestaltet werden, dass Empfehlungen auch langfristig im Alltag umgesetzt werden?

Das Thema besitzt angesichts der Bedeutung ultravioletter Strahlung für die Entstehung von Hautkrebs eine hohe präventivmedizinische Relevanz. Eine differenzierte Lichtschutzberatung gehört damit zu den wichtigen Instrumenten dermatologischer Prävention.

Wie sieht die dermato-onkologische Praxis der Zukunft aus?

Um 17:50 Uhr richtete Prof. Dr. Dr. med. Sven Roy Quist, Mainz, den Blick auf die zukünftigen Versorgungsstrukturen. Unter dem Titel „Die Zukunft der Versorgung in der dermato-onkologischen Facharztpraxis“ beleuchtete er die Herausforderungen, die sich aus einem wachsenden Versorgungsbedarf, zunehmender diagnostischer und therapeutischer Komplexität sowie neuen technischen Möglichkeiten ergeben.

Dabei rückte insbesondere die Frage in den Vordergrund, wie moderne Dermato-Onkologie auch künftig auf hohem fachlichem Niveau effizient und patientenorientiert organisiert werden kann. Strukturierte Versorgungspfade, innovative diagnostische Verfahren, Digitalisierung und eine sinnvolle Verzahnung unterschiedlicher Versorgungsebenen gewinnen hierbei zunehmend an Bedeutung.

LCT-OCT und künstliche Intelligenz eröffnen neue diagnostische Perspektiven

Einen besonderen technologischen Schwerpunkt setzte um 18:25 Uhr Dr. med. Marcus Kuchner, Wuppertal, mit seinem Vortrag „LCT-OCT mit KI: Diagnostik der nächsten Generation und präoperative Schnittrandbewertung“.

Die Kombination hochauflösender nichtinvasiver Bildgebung mit Verfahren der künstlichen Intelligenz gehört zu den dynamischen Entwicklungsfeldern der modernen Dermatologie. Im Mittelpunkt standen die Möglichkeiten dieser Technologie für die diagnostische Beurteilung von Hautveränderungen und die präoperative Einschätzung von Tumorgrenzen. Perspektivisch können solche Verfahren dazu beitragen, diagnostische und operative Abläufe weiterzuentwickeln und präziser zu gestalten. Zugleich bleibt die verantwortungsvolle ärztliche Einordnung neuer Technologien in etablierte diagnostische Standards von zentraler Bedeutung.

Von 19:00 bis 19:10 Uhr bot eine kurze Pause mit Informationsfilmen der Sponsoren den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit zur Information, Interaktion und zum fachlichen Austausch.

Longevity und Krebs: Prävention oder neues Risiko?

Für einen besonders diskussionsreichen Programmpunkt sorgte ab 19:10 Uhr das Thema „Longevity-Interventionen und Krebs: Risiko oder Prävention?“. Prof. Dr. med. Hjalmar Kurzen, Freising, und Dr. med. Erik Senger, Seligenstadt, widmeten sich gemeinsam einem medizinischen Themenfeld, das zunehmend auch außerhalb der klassischen Altersmedizin Beachtung findet.

Im Zentrum stand die komplexe Beziehung zwischen Alterungsprozessen, möglichen Interventionen in biologische Alterungsmechanismen und der Tumorentstehung. Maßnahmen, die mit dem Ziel einer Verlängerung der gesunden Lebensspanne diskutiert werden, werfen zugleich wichtige onkologische Fragen auf: Welche Mechanismen könnten präventiv wirken? Wo bestehen mögliche Risiken? Und wie belastbar ist die Evidenz für einzelne Ansätze bereits?

Die ausdrücklich vorgesehene Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterstrich den interaktiven Charakter der Fortbildung. Gerade bei einem sich rasch entwickelnden Gebiet ist die kritische Abgrenzung zwischen wissenschaftlich interessanten Ansätzen, belastbarer Evidenz und bereits klinisch etablierten Maßnahmen von besonderer Bedeutung.

Rechtssicherheit als Bestandteil guter Patientenversorgung

Zum Abschluss der Fortbildung rückte um 19:55 Uhr der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. med. Uwe Reinhold, Bonn, einen weiteren zentralen Aspekt des Praxisalltags in den Mittelpunkt. Sein Vortrag „Behandlungsfehlervorwürfe in der Dermato-Onkologie: Praktische Empfehlungen für die Rechtssicherheit in der Praxis“ beschäftigte sich mit Situationen, in denen medizinische Entscheidungen, organisatorische Abläufe oder die Dokumentation Gegenstand haftungsrechtlicher Auseinandersetzungen werden können.

Gerade in der Dermato-Onkologie können beispielsweise die zeitgerechte Abklärung malignitätsverdächtiger Befunde, ein verlässliches Befundmanagement, eine nachvollziehbare Dokumentation und eine angemessene Patientenaufklärung von entscheidender Bedeutung sein. Der Vortrag verband damit medizinische Qualitätssicherung mit konkreten Empfehlungen für einen rechtssicheren Praxisalltag.

Von der Prävention bis zur Zukunftstechnologie

Mit dem Veranstaltungsende um 20:30 Uhr ging eine Fortbildung zu Ende, deren Themenauswahl die zunehmende Bandbreite moderner Dermatologie verdeutlichte. Neben klassischer Prävention und einer qualitativ hochwertigen dermato-onkologischen Versorgung stehen Fachärztinnen und Fachärzte heute vor neuen Fragestellungen rund um künstliche Intelligenz, nichtinvasive Hochleistungsdiagnostik und Longevity-Medizin. Gleichzeitig bleiben bewährte Grundlagen wie sorgfältige Kommunikation, Dokumentation und Patientensicherheit unverzichtbar.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Uwe Reinhold verband die Veranstaltung aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen mit konkreten Anforderungen des dermatologischen Praxisalltags. Das Engagement der Referenten, die aktive Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Unterstützung durch Pierre Fabre, FotoFinder, Nevisense by SciBase und Almirall schufen dabei den Rahmen für eine vielseitige, praxisorientierte und wissenschaftlich anspruchsvolle Fortbildung.

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Pressekontakt: onkoderm e.V.
Autor und Leiter der Pressestelle: Klaus M. Hartgens
news@onkoderm.de
Presse-Fon: +49 152 567 105 29
Am Hauptbahnhof 6
53111 Bonn

Bild und Text: copyright by onkoderm e.V. 2026

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